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Hochwasser der Elster 2013

Durch den so nicht vorhergesehenen Anstieg des Pegels der Weißen Elster am Sonntag Nachmittag (2.6.13) stieg auch das Grundwasser rasant und drückte von unten in die Kellerräume.

Pegelverlauf in Plauen (OT Straßberg)

Die vorhandenen Pumpen waren schnell überfordert und auch die Feuerwehr konnte mit ihren leistungsfähigen Aggregaten ein Überfluten des Kellers nicht verhindern. Der Heizungsraum stand fast vollständig unter Wasser und auch der Strom musste im gesamten Haus sicherheitshalber abgeschaltet werden. Davon waren auch alle Bewohner betroffen. Die Waschmaschienen der Mieter wurden in Sicherheit gebracht.

Unser Tischtennisraum unter der Bühne stand ebenfalls unter Wasser, das Mobiliar und die Platten schwammen...
Da niemand genau sagen konnte, wie hoch der Pegel noch steigt, wann es mit Regnen aufhört und ob die Elster in der Nacht nicht doch noch "überschwappt", wurde entschieden, alles transportable "irgendwie hoch" zu schaffen und mögliche Eintrittstellen einer überlaufenden Elster zu sichern.

Ein herzliches Dankeschön allen, die mit geholfen haben, noch größere Schäden zu vermeiden!

unser Gebäude liegt hinter dem Deich
Treppe zur Heizung
im TT-Raum steht das Wasser
der Elektro-heizer ist schon weg
noch steht die Platte
ca. 1 Stunde später schwimmt sie
im großen Saal kam alles auf die Bühne
das Technikpult wurde leer gemacht
auch im kleinen Saal wurde "aufgebockt"
Kühlschrank und Herd aus der Küche
...ohne Worte...
der Notausgang
Hinterausgang der Küche

Der Pegel der Elster erreichte in der Nacht zum Montag fast die Marke von 1954. Gegen 2:00 Uhr erreichte er seinen Höchststand. UNSEREM GOTT SEI DANK, dass der Fluss noch in sienem Bett blieb und damit Plauen von einer Katastrophe verschont wurde!

Mit der Elster sank auch der Grundwasserstand. Er war bis etwa 20 cm unter Fahrbahnhöhe der Fabrikstraße angestiegen. Parallel dazu ging auch das Wasser in den überfluteten Räumen langsam zurück. Eine Rücksprache mit der Feuerwehr am Dienstag ergab, dass ein Auspumpen aber noch nichts bringt, erst müsse sich der Pegel der Elster normalisieren. Der Strom für das Wohnhaus konnte am Montag abend wieder eingeschaltet werden.

Elster am Montag

TT-Raum (Mo)
Zugang WM-Raum (Mo)
HA-Raum (Die)
TT-Raum (Mi früh)
das Wasser ist fast weg
WM-Raum (Mi)

Am Mittwoch (5.6.) ab 17:00 Uhr haben zahlreiche Helfer die beiden Säle und die Küche sauber gemacht und wieder eingeräumt. Der TT-Raum war wieder begehbar, einige Einrichtungs-gegenstände konnten zum Trocknen in die Sonne geschafft werden, andere müssen entsorgt werden. Bei jedem Schritt pfatscht der Teppichboden aber noch. Die Wandverkleidungen (meist Gipskartonplatten, teilweise Holz) sind alle hinüber und müssen entfernt werden. An eine Nutzung ist zum Leidwesen der Kinder und Teenies auf absehbare Zeit nicht zu denken.

Der Heizungsraum war noch nicht zugänglich, das Wasser stand abends noch etwa 30 cm hoch.

Allen Helfern ein herzliches Dankeschön!

Ab Donnerstag konnten wieder alle Veranstaltungen wie geplant (allerdings ohne Heizung) stattfinden.

TT-Raum Mi abend

Aufstellen zum Trocknen!
Vorraum zur Heizung

Am Donnerstag ist der Heizungsraum zugänglich. Durch die Wände drückt es aber noch immer Grundwasser herein. Die Tauchpumpe in der Sickergrube schafft es wieder nach draußen.

verwüsteter Vorraum
völlig durchnässte Wände
so hoch stand das Wasser
Pumpe in Arbeit

Spendenmöglichkeit

Die Schadenshöhe an Heizung, Wänden, Fußboden und Inventar beträgt schätzungsweise 17.000 €. Die Heizung hat einen Totalschaden erlitten. Für eine Erneuerung sind (einschließlich Umbau an einen hochwassersicheren Standort) etwa 13.000 € veranschlagt. Eine Elementarschaden-Versicherung gibt es für das Gebäude nicht.

Eine Tischtennis-Platte haben wir schon geschenkt bekommen, herzlichen Dank!
 

Wer uns mit einer Spende unterstützen möchte, kann sie mit dem Zahlungsgrund "Hochwasser" auf folgende Bankverbindung überweisen:

Bank:  Sparkasse Vogtland, Plauen
BLZ:  87058000
Konto-Nr.:  3100100254
Inhaber:  LKG Plauen
IBAN:  DE57870580003100100254
BIC:  WELADED1PLX

Wer Namen und komplette Anschrift angibt, kann selbstverständlich eine in Deutschland steuerlich abzugsfähige Spendenbescheinigung* ausgestellt bekommen.

(* wird als Jahresbescheinigung Anfang 2014 ausgestellt)

Offener Dankesbrief an alle Spender für unseren Hochwasserschaden

neue Heizung für die Gemeinschaft
neue Heizung für das Wohnhaus
neuer Schornstein für Wohnhaus-Heizung

In den vergangenen Jahren war das Thema Hochwasser für uns weit weg - diesmal waren wir betroffen. Nach den starken Regenfällen Anfang Juni stieg auch der Pegel der Weißen Elster an. Gleich hinter dem Damm mitten in der Stadt liegt unser Gemeinschaftshaus. Als im Verlauf des Sonntags, 2. Juni, auch die Talsperre Pirk überlief, schwoll der Fluss gewaltig an - doch davon ahnten wir am Morgen während unseres Gottesdienstes noch nichts. Nach einem Kontrollgang am frühen Nachmittag stand das Wasser bereits einen Meter in unserem Heizungskeller. Die Feuerwehr gab ihn auf.
Es war für mich überwältigend zu erleben, dass dann im Verlauf des Nachmittags viele unserer jungen Geschwister in die LKG kamen und helfen wollten, unser Gemeinschaftshaus zu schützen. Wir befürchteten zunehmend, dass die Weiße Elster über das Ufer tritt und das gesamte Haus überflutet. So wurde alles, was nicht fest eingebaut war, irgendwie hoch gestellt. Mit Sandsäcken wurden die Türen verbarrikadiert. Nach einer Gebetsrunde gingen wir am Abend nach Hause.
In der Nacht erreichte die Weiße Elster ihren Höhepunkt, doch sie blieb - Gott sei Dank - in Ihrem Bett. Wir waren sehr erleichtert. So standen am Ende „nur“ die tieferen Kellerräume und unser Tischtennisraum unter Wasser. Die Heizung hatte allerdings Totalschaden und natürlich war auch der Tischtennisraum, den wir gerade für unsere offene Kinderarbeit nutzten, nicht mehr brauchbar.
Nun ging es ans Aufräumen und an den Neubau der Heizung. Wir sind Michael Härtel (Verwaltungsinspektor unseres Landesverbandes) dankbar, dass es eine unkomplizierte Regelung gab und so konnte der Startschuss gegeben werden.

Was dann geschah hat uns als Geschwister der LKG Plauen sehr beschämt und dankbar gemacht: die Spenden. Viele Geschwister gaben ihr Geld und wir riefen über unsere Netzwerke auch dazu auf (Homepage, Facebook, usw.).So waren wir überwältigt, wie viele Menschen unbekannterweise an uns Plauener dachten und für uns sammelten. So seien hier stellvertretend Geschwister der Apis, des Chrischonaer Gemeinschaftsverbandes, der Stadtmission Wesel, der evangelischen Allianz in Plauen, unzählige Spender aus Brasilien und die Leser der „Freien Presse“ genannt. Wir sind dankbar, dass durch die Spenden die gesamte Heizung bezahlt und an hochwassersichere Standorte verlegt werden konnte und auch Ersatz für den vom Grundwasser überfluteten Jugendraum geschaffen werden kann.

Für mich persönlich und für viele unserer Geschwister waren diese Erfahrungen und Erlebnisse einmal mehr der Beweis für die Größe Gottes, der Lösungen schenkt, wo wir an unsere Grenzen stoßen. IHM sei Lob und Dank gesagt für seine Treue und Liebe zu uns.
 

Matthias Knoth
Gemeinschaftsleiter LKG Plauen

 

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