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unser Wandbild

... mehr als ein Farbtupfer – eine Botschaft!

Unser Grafitti ist den meisten Menschen in Plauen bekannt und sozusagen unser "Markenzeichen"

Das Graffiti an der Giebelwand unseres Gemeindehauses ist in Plauen bekannt, man fährt dran vorbei, oder betrachtet es im Stau auf der Böhlerstraße. Mit zehn Metern Breite und acht Metern Höhe ist es ja unübersehbar. Und manchmal steht hier ab und an einer, dem die Worte "Glauben, Hoffen, Lieben" zu hoch hängen, weil er gerade allen Glauben an die Gerechtigkeit verloren oder alle Hoffnungen auf bessere Zeiten aufgegeben hat. Oder er fragt sich, warum das Wort "Liebe" so klein geschrieben und fast unleserlich an den Schluss gesetzt worden ist?

Mal ganz ehrlich, Probleme mit der Liebe gibt es immer wieder und Glauben kann man doch heute fast keinem mehr. Hoffen, ja das bleibt vielleicht, aber macht Hoffen und Harren nicht auch manche zum Narren?

Für uns ist dieses Graffiti mehr als nur ein Kunstwerk oder eine Fassadengestaltung - es ist gewissermaßen unser Programm, denn diese drei Worte umschreiben die drei Bedürfnisse, die jeder hat. Jeder braucht einen oder etwas, dem er vertrauen (glauben) kann, sonst kann er sein Leben nicht gestalten. Hoffnung ist für alle der Sauerstoff des Lebens. Wer nicht mehr hoffen kann, der geht kaputt. Und es gibt keinen Menschen, der sich nicht nach Liebe sehnt.

Als Christen glauben wir, dass durch Jesus Christus diese Bedürfnisse gestillt werden. Weil er auferstanden ist, können wir wieder hoffen - das Leben kann noch einmal beginnen. Woher wir diese Hoffnung nehmen? Aus dem geöffneten Buch - der Bibel - die davon berichtet, wie man (vielleicht ganz neu) glauben, vertrauen und mit Gott rechnen kann.

Überhaupt ist es interessant, was man in der Bibel alles lesen und erfahren kann, z.B. dass Liebe nur durch Eingestehen und Vergebung von Schuld richtig aufblüht und dann Unmögliches möglich macht.

GLAUBEN, HOFFEN, LIEBEN - dazu laden wir ein. Wir möchten ausprobieren, wie alltagstauglich diese Begriffe sind und wie man damit das Klima einer Stadt beeinflussen kann.

...nicht geplant – aber gelungen!

Wie ein Graffiti an ein Gemeindehaus kommt

Eigentlich sind ja die meisten Graffitis eher "freie Kunstwerke" und man freut sich nicht unbedingt, wenn am Morgen eine neues Meisterwerk am eigene Haus zu sehen ist. Geplant war es nicht, denn eigentlich stand unser Gemeindehaus über 60 Jahre in einer Häuserzeile. Nachdem diese Häuser lange leer standen, entschloss sich der Besitzer, sie abzureißen. Und so standen eines Tages im Jahr 2002 die Bagger auf der Matte und in kürzester Zeit gab es die Häuser neben unserer Gemeinde nicht mehr. Dafür ragte nun aber eine acht mal zehn Meter große Giebelfläche in Richtung Böhlerstraße, die nach Gestaltung verlangte - und wenn nicht wir sie gestalten, so würden sich sicher andere finden?

... also wurden Vorschläge gesammelt, die reichten von "als Werbefläche verpachten" bis zum Bibelvers. Natürlich sollte etwas zu sehen sein, das von Gott erzählt, aber es sollte auch ein echter "Hingucker" sein.

Irgendwann kamen die Worte Glaube, Hoffnung, Liebe ins Gespräch. Das würde beschreiben, wer wir sind und was wir wollen und jeder kann sich etwas unter diesen Begriffen vorstellen. Die Überschrift "Um Himmels Willen" rundete das Ganze ab.

Nun suchten wir nur noch einen Graffitikünstler, den wir dann mit Herrn Felix Fischer fanden. Er unterbreitete mehrere Gestaltungsvorschläge und im Gespräch wurde daraus letztlich der Entwurf, den man heute am Haus sehen kann.

Gedanken im Verkehrsstau

Natürlich kennen Sie die Graffitiwand des Künstlers Felix Fischer in Plauen. Ab und an kommen Sie hier vorbei oder Sie stehen hier nachmittags im Stau. Sicher haben Sie sich auch über die Gestaltung so allerlei Gedanken gemacht.
Ich beginne meine Betrachtungen immer am unteren Bildteil. Dabei fallen mir allerlei geflügelte Redewendungen ein; z.B. vom "Sumpf, der endlich trocken gelegt werden müsste" oder  von den "chaotischen Verhältnissen, die hier und da herrschen" oder vom "Krebsschaden der Gesellschaft" oder vom "Boden, den jemand unter den Füßen verloren hat"...
Mitunter droht man selbst "unterzugehen" und sucht einen festen Standpunkt, wie das Graffiti ihn anbietet: Mitten in der ungeordneten, brodelnden, chaotischen Masse ein Buch und auf dem Einband ein Kreuz. Und dieses Buch ist geöffnet und enthält eine Botschaft, die sich mit drei Worten zusammen fassen lässt: "LIEBEN, HOFFEN, GLAUBEN". Dabei ist LIEBEN kaum lesbar. Keine aufdringlichen, schreienden, erotischen Farben. LIEBEN geht in den Schriftzug HOFFEN über, HOFFEN aber weckt Sehnsucht: Wieder Hoffnung finden im Chaos der Ereignisse. Etwas Festes braucht der Mensch.
Und dann entdecke ich an der Hauswand: HOFFEN gipfelt in GLAUBEN, der unerschrocken und gewiss seinen Weg geht. Und das ist die Botschaft, die aus diesem Buch mit dem Kreuz kommt. Wie aber finde ich diesen Glauben?
Ich bleibe nicht an der Hauswand stehen, sondern besuche die Gemeinde, die sich hinter der Graffitiwand zu ihren Gottesdiensten versammelt.

Siegfried Bartz

Bildergalerie

Entwurf 1
Entwurf 2
Abbruch der Nachbarhäuser
leerer Giebel
neuer Giebelputz
es beginnt...
Künstler bei der Arbeit
letzte Handgriffe
fertiges Bild

Reaktionen in der Presse

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So berichtete die "Freie Presse"

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Bericht des "Vogtland Anzeiger"

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Bericht in "idea Spektrum"

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Bericht in der ????-Zeitung

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"Freie Presse" Fotorätsel

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